Wichtig zu Wissen - Schuljahr 2023/2024

Auf der „Straße der beruflichen Möglichkeiten“…

Bereits zum dritten Mal verwandelte sich die Schenckendorff-Turnhalle aus einer, unseren Schülern wohlbekannten Sportstätte in einen Markt der Möglichkeiten, reich bestückt mit interessanten Ständen zur beruflichen Orientierung und Zukunftsplanung.
Am 16.10.2023, kurz nach den Herbstferien und nach umfangreicher und intensiver Vorbereitung durch viele Beteiligte unserer Schule und unserer Kooperationspartner, startete die diesjährige Straße der beruflichen Möglichkeiten und die Schüler der 8.-10. Klassen sowie der AOS konnten ihre Fragen zur Berufswahl loswerden. Auch Eltern und Schüler und Schülerinnen anderer Schulen der Region waren in diesem Jahr eingeladen worden und hatten die Möglichkeit, sich über dieses wichtige Thema und berufliche Möglichkeiten im Landkreis zu informieren. Vielfältige und interessante Materialien, Flyer und Aktionen an den einzelnen Ständen halfen den Schülerinnen und Schülern dabei.
Sowohl altbekannte, aber auch ganz neue Unternehmen standen Rede und Antwort, stellten in aufschlussreichen Gesprächen ihre Einrichtungen und Firmen vor und informierten über die jeweiligen Berufsbilder und Ausbildungsberufe ihrer Branche.
Die Schülerinnen und Schüler hatten die Möglichkeit, Fragen zu stellen und Kontakte betreffs ihrer beruflichen Perspektive zu knüpfen.
An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön allen Beteiligten und Organisatoren, besonders aber den Kooperationspartnern unserer Schule: dem Klinikum Görlitz und dem Landratsamt, Porta, Siemens und den Vertretern der AWO, ENO und BAO, der HS Timber GmbH und den Stadtwerken Görlitz, der Görlitzer Gleis- und Tiefbau GmbH und dem Romantik Hotel Tuchmacher.
Für das leibliche Wohl sorgten an diesem Tag die Schüler der Abschlussklasse 9 und stellten dabei schon einmal erfolgreich ihr praktisches Können auf dem Gebiet „Hauswirtschaft und Kochen“ unter Beweis. Danke dafür!
Nun heißt es, eigene Ziele und Vorhaben hinsichtlich der Berufswahl, eines Praktikums oder einer Ausbildungsstelle ernsthaft weiter zu verfolgen und umzusetzen.
Viel Erfolg dabei!

Für alles ein passendes Kräutlein…

Im Rahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung startete eine Kollegengruppe bei herrlichem Herbstwetter zu einer Kräuterwanderung mit dem Buschweibel rund um den Rietschener Erlichthof. Was es da nicht alles zu erschauen, erriechen, erfühlen und zu erschmecken gab – von der allseits bekannten Schafgarbe über Giersch, Spitzwegerich, Frauenmantel bis zu Herzgespann und Königskerze. Unsere kräuterkundige Begleiterin wusste wirklich zu allem etwas zu erzählen. Bei einer Verkostung von leckerem Tee und selbst kreierter Kräuterbutter sowie einigen Rauchkräuter-Tipps vergingen die Stunden viel zu schnell. Wir freuen uns schon auf die Frühjahrsführung, vielleicht auch mit interessierten Schülern!

Leseköniginnen 2023/24

Es ist stets ein beglückendes Gefühl, Kinder beim Bücher(vor)lesen zu beobachten und zu begleiten.
Allen Negativstatistiken zum Trotz werden an unserer OS Innenstadt immer im November – und das seit über 20 Jahren ohne Unterbrechung - die Lesekönige der 5. Und 6. Klassen ermittelt. So versammelten sich auch 2023 die Klassensieger des Vorlesewettbewerbs in gemütlicher Runde, um mit unterhaltsamen Textstellen aus beliebten Büchern wie „Harry Potter“, „Die drei!!!“ oder „Die Legende der Wächter“ zu punkten.
Mit besonders großer Begeisterung lasen bzw. hörten Teilnehmer, Gäste und Jury im schwierigen 2. Teil des Wettbewerbes Auszüge aus Roald Dahls fantastischer Geschichte „Charlie und die Schokoladenfabrik“, die viele bisher nur aus der gleichnamigen Verfilmung kannten. Alle Vorleser meisterten diese Aufgabe mit Bravour. Während sie sich bei leckeren Keksen und Tee von der Aufregung erholen durften, mussten die Juroren zählen und rechnen. So eng ging es schon lange nicht mehr zu! Als Leseköniginnen konnten schließlich Alexa Gustiol aus der Klasse 6a, die schon im vergangenen Jahr zu den Siegern gehörte, und Mila Peter aus der Klasse 5b gekürt werden. Herzlichen Glückwunsch! Alexa wird unsere Schule beim Stadtwettbewerb 2024 vertreten.
Vielen Dank an die erfahrenen und neuen Jurymitglieder Guido und Michelle (10a), Aaliyah, Aimee, Aurora, Kornelia (9. Klassen) sowie Laura und Medina (8a).
Wir wünschen allen schöne Lesestunden und nicht verpassen: Am 7. Dezember startet „Wonka“, die Vorgeschichte der „Schokoladenfabrik“, im Kino!

Sonderausstellung „Prost Mahlzeit! Essen und Trinken in Görlitz“

Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass Lebensmittel schon immer ein wertvolles Gut waren.
Mangel und Not bestimmten oft den Alltag der einfachen Menschen.
Bei festlichen Gelegenheiten, wir dem Weihnachtsfest, wurde aber auch mal geschlemmt und genossen.
Danach musste eben wieder gespart werden.
Was die Görlitzer in den vergangenen Jahrhunderten aßen und woher ihre Lebensmittel kamen, erfuhren die Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse aus dem Wahlbereich Geschichte im Kaisertrutz am 15.12.2023 bei einer kurzweiligen und sehr interessanten Führung mit Frau Haaser.

Workshop „Unternehmertum in Schulen“

Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10RS aus der Abendoberschule nahmen am 18.12.2023 am Workshop „Unternehmertum in Schulen“ der IHK Dresden Geschäftsstelle Görlitz und Zittau teil.
Ein zentrales Anliegen der Industrie- und Handelskammer Dresden ist die Förderung von Unternehmertum und Selbständigkeit.
Kooperationen zwischen Schulen und Unternehmen sind dabei von großer Bedeutung:
theoretisches Lernen schafft die Grundlage für wirtschaftliches Verständnis, der Einblick in die Praxis motiviert die SuS.
In keiner Lernphase wir die Einstellung dazu so stark geprägt wie in der Jugend.
Die Erfahrungen Jugendlicher mit unternehmerischem Denken und Handeln haben einen starken Einfluss.
Schon in der Schule können sich unternehmerische Kompetenzen herausbilden.
Ziel des Workshops ist es, Jugendliche anzuregen, Selbständigkeit als berufliche Alternative wahrzunehmen und die Gründerkultur zu stärken.
Die SuS entwickeln aus eigenen Ideen Geschäftsmodelle.
Am Ende der Veranstaltung präsentierten sich ein kleines, nachhaltiges, zauberhaftes Modeatelier und ein zukunftsorientiertes, auf erneuerbaren Energien beruhendes Solarunternehmen.
Erfahrene Mitarbeiter der IHK Dresden begleiteten mit hilfreichen Impulsen den Entwicklungsprozess von der Ideenfindung bis hin zum Pitch.
Vielen Dank dafür.

Kulinarische Wandertage der Klassen 8a und 9c

Nach einem ausgiebigen Adventsfrühstück in unserem Schülerclub, zu dem jeder etwas mitgebracht hatte, erlebten wir mit der Museumspädagogin Marie Karutz interessante Stationen der Ausstellung „Prost Mahlzeit“ im Kaisertrutz. Eingestimmt durch den gemeinsamen Gesang des gleichnamigen Liedes von Rolf Zuckowski erfuhren wir unter der Thematik „In der Weihnachtsbäckerei“ einiges zur Geschichte weihnachtlicher Speisen, insbesondere über die Herkunft und Verwendung weitgereister weihnachtlicher Gewürze wie Zimt, Vanille, Nelken oder Kardamom.
Im Anschluss konnten alle ihrer Kreativität freien Lauf lassen – beim Gestalten einer weihnachtlichen Tasse. Es war für beide Klassen ein jeweils rundum gelungener Wandertag.

Cybermobbing und Hass im Netz begegnen!

Im Juni 2022 bewarb sich die Oberschule Innenstadt Görlitz erfolgreich als teilnehmende Schule beim zweijährigen Projekt „Schule und digitale Demokratie“, einer Kooperation der Aktion Zivilcourage e.V. mit dem Sächsischen Staatsministerium für Kultus. Mit diesem Projekt werden Schülerinnen und Schülern, Eltern sowie Lehrkräfte dabei unterstützt, gemeinsam den Herausforderungen und Entwicklungen der modernen Netzkultur zu begegnen. Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Umgang mit Cyber-Mobbing und Hassrede (≈ hate speech).
Nachdem mehrere Klassen im ersten Projektjahr 2022/2023 an ganztägigen Workshops zu #cybermobbingbegegnen und #nohatespeech teilnahmen, ließen sich zu Beginn des zweiten Projektjahres 2023/2024 zwölf Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 7 bis 9 zu Medien-Peers ausbilden. So wurden sie zu engagierten Cybermobbing-Expertinnen und -Experten, die im Dezember 2023 in Tandems damit begannen, in den 5. und 6. Klassen interaktive Stunden zur Sensibilisierung von Cybermobbing zu halten. Neben einer Definition von Cybermobbing besprachen sie mit den Schülerinnen und Schülern der besuchten Klasse u. a., inwieweit Cybermobbing strafbar ist. Schließlich setzten sie mit einer Empathie-Übung ein Zeichen für mehr Achtsamkeit und Unterstützung in Problemlagen.

von Sylvia Wackernagel, Lehrerin für Deutsch und Englisch

„In der Weihnachtsbäckerei – Zur Geschichte weihnachtlicher Speisen“

Besonders in der Weihnachtszeit spielen Essen und Trinken eine große Rolle.
Die Sonderausstellung im Kaisertrutz vermittelt viele interessante Aspekte dazu.
Im Mittelalter und in der frühen Neuzeit war es für den Reichen selbstverständlich, dass er die Armen unterstützte.
Der Erhalt des sozialen Friedens hatte oberste Priorität.
Während der Führung am 21.12.2023 erfuhren die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10RS aus der Abendoberschule, dass noch bis weit in das 19. Jahrhundert hinein Lebensmittel generell regional hergestellt und saisonal gegessen wurden.
Erst mit der Eisenbahn wurden Transporte billiger.
Mit der Erfindung des Einweckens und der Konservendose wurden Lebensmittel außerhalb der Ernte- oder Schlachtzeit verfügbar.
Facettenreich und unterhaltsam erzählte Frau Karutz Wissenswertes rund um Speisesitten, Traditionen und Ernährungsgewohnheiten in der früheren Weihnachtszeit
Für jeden Geschmack war etwas Entdeckenswertes dabei.

Klimaschutz ist auch unser Thema!

Auf der Jugendklimakonferenz in Dresden diskutierten am 4. November 2023 fast zweihundert Schülerinnen und Schüler sowie einige Eltern und Lehrkräfte aus ganz Sachsen zu Klimathemen rund um Mobilität, Energie, Konsum und Schule.
Vier Schülerinnen und Schüler der Oberschule Innenstadt Görlitz waren ebenfalls dabei.
Ministerpräsident Michael Kretschmer eröffnete die Veranstaltung und führte alle Teilnehmenden nach oben in den „Bienenkorb“, den großen Sitzungssaal der Sächsischen Staatskanzlei. Hier nahmen alle auf Sitzwürfeln Platz.
Es folgte ein Expeditionsbericht der Meeresbiologin Antonia Thielcke. Sie hatte mehrere Monate auf dem Forschungsschiff „Polarstern“ in der Arktis verbracht. Sie teilte nicht nur spannende, sondern ebenso traurige Erkenntnisse: Das Ökosystem der Arktis sei in einer ursprünglichen Form nicht mehr zu retten – dennoch könnten wir alle daraus lernen und unser Handeln immer noch anpassen.
In thematischen Gesprächsrunden stellten sich am Nachmittag weitere Expertinnen und Experten sowie Sächsische Staatsminister bzw. Staatsministerinnen den zahlreichen Fragen und Hinweisen der Teilnehmenden. Schwerpunkte waren u. a. „Deine Schule der Zukunft – Wie gelingt es uns, Schulen klimafreundlicher und nachhaltiger zu gestalten?“, „Klimawandel vor unserer Tür – Was können wir tun?“ und „Sharing, Thriften, Kaufen – Wie lebt ihr nachhaltig?“.
Der Austausch war anregend. Schülerinnen und Schüler unserer Schule nehmen bestimmt wieder teil.
von Sylvia Wackernagel, Lehrerin für Deutsch und Englisch

Digitale Begegnung mit einer Zeitzeugin aus Warschau

Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse trafen am 10. November 2023 eine Überlebende des Warschauer Ghettos, die ihnen in einer Live-Schalte ihre Lebensgeschichte erzählte. Ermöglicht wurde dieses besondere Online-Treffen durch das Maximilian-Kolbe-Werk e. V.
Die Zeitzeugin Krystyna Budnicka wurde am 8. Mai 1932 in Warschau unter dem Namen Hena Kuczer geboren. Sie war das achte Kind einer strenggläubigen jüdischen Familie und hatte sechs Brüder und eine Schwester. Anfang 1943 versteckte sie sich mit ihren Eltern und einem Teil ihrer Geschwister in einem selbstgebauten unterirdischen Bunker im Warschauer Ghetto. Als der Bunker nach mehreren Monaten entdeckt wurde, versuchte die Familie über einen Abwasserkanal zu fliehen. Die meisten von ihnen konnten sich nicht retten. Sie starben nach und nach vor Hunger und Erschöpfung oder wurden von deutschen Nazis ermordet. Krystyna Budnicka konnte fliehen und versteckte sich mit mehreren polnischen Familien. Nach dem Krieg holte sie ihr Abitur nach, studierte Pädagogik und arbeitete später als Sonderschullehrerin. Sie lebt noch immer in Warschau, der Hauptstadt Polens, und trifft in regelmäßigen Abständen Schulklassen in Deutschland und Polen.
von Sylvia Wackernagel, Lehrerin für Deutsch und Englisch

Unserer Umwelt auf der Spur!

Wo können Schülerinnen und Schüler Insektenhotels aus verschiedenen Materialien bauen und Vogelfutter selbst herstellen? In der GTA „Unsere Umwelt – Unser Leben!“ stand das alles im November und Dezember 2023 auf dem Programm. Diese Aktivitäten boten überdies viel Gesprächsstoff zu nachhaltigem Alltagshandeln. Sogar über zukünftige Projekte tauschten sich die Teilnehmenden rege aus. Die GTA lebt genau davon, weil die Teilnehmenden in allen Belangen aktiv mitentscheiden. Insofern sind noch so einige Überraschungen zu erwarten.
Ein zentrales pädagogisches Ziel der GTA ist übrigens das Sensibilisieren für Nachhaltigkeit, Biodiversität und Umweltschutz im Rahmen von handlungs- und projektorientiertem Lernen.
von Sylvia Wackernagel, Lehrerin für Deutsch und Englisch

Ein Film für Demokratie und Toleranz: Schindlers Liste

Am 18. und 19. September 2023 hieß es „play fair“! Diese beiden Tage standen ganz im Zeichen der aktiven Erinnerung an die Verbrechen der deutschen NS-Geschichte.
Ausgehend vom Kinofilm Schindlers Liste reflektierten Schülerinnen und Schüler der drei Abschlussklassen die Mechanismen, die dazu führen können, dass eine Menschengruppe Macht über andere Menschengruppen reklamiert, und welche Rolle jede einzelne Person in der Gesellschaft spielt, um für Respekt und Toleranz einzustehen.
Die Projekttage gliederten sich in einen vorbereitenden Workshop im Klassenverband, die Filmsichtung von Schindlers Liste im Filmpalast Görlitz und das im Anschluss direkt im Kinosaal stattfindende Filmgespräch mit allen Abschlussklassen.
Ermöglicht wurde das Projekt durch Objektiv e. V. mit Sitz in Dresden und den filmpädagogischen Fachkräften aus Berlin, Leipzig und Görlitz.
Finanziert wurde es mit Fördermitteln zur Aktionswoche „Schule. Macht. Demokratie“ des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus im Rahmen des Internationalen Tages der Demokratie sowie mit Haushaltsmitteln der Stadt Görlitz aus der Richtlinie zur Förderung der Kinder- und Jugendarbeit.
von Sylvia Wackernagel, Lehrerin für Deutsch und Englisch

Bewegte Geschichte vor der Haustür

Als eines der vielen Kriegsgefangenenlager eines weitverzweigten deutschen NS-Lagersystems, existierte das Stalag VIII A von 1939 bis ins Jahr 1945 hinein. Die Lebensbedingungen waren miserabel. Insgesamt erreichten das Lager etwa 120.000 Kriegsgefangene aus mehreren europäischen Ländern, der Sowjetunion und den USA, von denen viele auch vor Ort verstarben.

Um die Schicksale dieser Menschen besser zu verstehen und eine konkretere Idee des barbarischen NS-Lagersystems zu erhalten, besuchten die drei Abschlussklassen 9d, 10a und 10b die Gedenkstätte Stalag VIII A am 14. und am 15. September 2023. Sie versteht sich als Ort historisch-politischer Bildung und arbeitet mit einer dem Ort angemessenen Methodenvielfalt, welche die aktive Beteiligung aller Lernenden fördert.
Die an beiden Tagen genutzten Module umfassten „Die Gedenkstätte erzählt“; „Was uns Quellen sagen können“, „Das nationalsozialistische Lagersystem“ und „Gedenkfeier“.
Finanziert wurde die Exkursion über die Landesservicestelle Lernorte des Erinnerns und Gedenkens, die ihre Gelder vom Sächsischen Staatsministerium für Kultus erhält und sich in Trägerschaft der Brücke|Most-Stiftung befindet.

von Sylvia Wackernagel, Lehrerin für Deutsch und Englisch

Sonnenenergie zum Anfassen

In der GTA „Unsere Umwelt – Unser Leben!“ bauten die Teilnehmenden aus einem kleinen Bausatz eine Windmühle. Diese hatte es in sich: Sie konnte durch Sonnenlicht in Bewegung gebracht werden! Das sorgte Anfang Januar 2024 nicht nur für große Erheiterung, sondern ließ Fragen zu Solarenergie in völlig anderem Licht erscheinen.
Das pädagogische Ziel der GTA ist das Sensibilisieren für Nachhaltigkeit, Biodiversität und Umweltschutz im Rahmen von handlungs- und projektorientiertem Lernen.

von Sylvia Wackernagel, Lehrerin für Deutsch und Englisch

Lagerfeuerkochaktion für die 5. Klassen

Im Rahmen der Klassenfahrt in der letzten Augustwoche 2023 durften zwei 5. Klassen eine besondere Erfahrung machen: Feuer machen ohne Feuerzeug oder Streichholz, Gemüse schnippeln für ein vollwertiges Mittagessen und am Ende gemeinsam über dem Feuer kochen. Dabei unterstützt und für die Sicherheit gesorgt haben Matthias Ender und Diana Hänsch vom Verein Selbst Erleben. Trotz teilweise eher regnerischem Wetter ist es allen Klassen gelungen, das Feuer gemeinsam zu entfachen und vom selbst gekochten Essen satt zu werden.

 

Antimobbing Akademie in der 8. Klasse

Am 12. und 13.9.2023 drehte es sich in der 8a ausnahmsweise nicht um den Unterricht, sondern um das Miteinander in der Klasse. Zwei Referenten von Helden e.V. haben im Rahmen eines Workshops zum Thema Mobbing viel Input und einige Spiele und Teamübungen mitgebracht, die die Klasse – trotz nervenaufreibender Hindernisse - bravourös gemeistert haben. Dabei haben sie viel gelernt und reflektiert und schließlich gemeinsam einen positiven Werterahmen für ihre Klasse erarbeitet, welcher die Grundlage für ein respektvolles Miteinander ist. Sie durften auch Gruppendynamiken verstehen und die gravierenden Folgen von Mobbing erkennen, denn letztlich ist das Thema nicht nur für die Schule relevant, sondern kann auch später auftreten.

Ein Naziaussteiger berichtet – Vortrag in der Aula

Am 29.09.23 durften die Abschlussklassen einen besonderen Gast kennenlernen: Christian Weißgerber, Autor des Buchs „Mein Vaterland! Warum ich ein Neonazi war“, gab einen sehr persönlichen Einblick in seine Vergangenheit. Er erklärte, was unter Rechtsextremismus verstanden wird und warum er selbst als Schüler in Eisenach radikalisiert wurde. Er nahm auch Bezug auf aktuelle nationalpopulistische Strömungen und machte aufmerksam auf die von ihnen ausgehende Gefahr. Die Jugendlichen durften viele Fragen stellen und verstehen, warum er inzwischen Haltung zeigt gegen alle rechten Gruppierungen und wie es ihm gelang, wieder auszusteigen. Die Erlebnisse von Herrn Weißgerber und auch die philosophische Frage „Braucht es (heutzutage noch) Nationalismus?“ beschäftigen uns weiterhin.

Ein Zeichen für die Demokratie

Die wachsenden Präsenz der Identitären Bewegung sowie die Manifestation rechtspopulistischer und rechtsextremer Parteien in Sachsen und Deutschland verpflichten uns, die Auseinandersetzung mit rechtem Gedankengut immer wieder neu zu führen.
So fand am 12.01.2024 in den drei 9. Realschulklassen je ein fünfstündiger Projekttag zum Thema „Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen“ statt.
Ziel des Projekttags war es, eine Vorstellung vom Begriff „Rechtsextremismus“ sowie den dahinter verborgenen Ideologieelementen zu bekommen. Auch die Gefahren wurden verdeutlicht, welche rechtsextremes Gedankengut für die Demokratie und ihre Werte bedeuten.
Ermöglicht wurde der Projekttag durch das Landesbüro Sachsen der Friedrich-Ebert-Stiftung.

von Sylvia Wackernagel, Lehrerin für Deutsch und Englisch

Kulinarische Zeitreise

Frau Karutz, die Museumspädagogin des Kulturhistorischen Museums der Görlitzer Sammlungen im Kaisertrutz, nahm die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10RS (AOS) am 11.01.2024 mit auf eine kulinarische Zeitreise.
Die Ausstellung zeichnet ein facettenreiches Bild von den Ernährungsgewohnheiten, Speisesitten und Lebensmittelproduktionen der Görlitzer in verschiedenen Zeitepochen und schlägt einen Bogen bis in die Gegenwart.
Zum Beispiel erfuhren wir, dass Honig bis zur Mitte des 19. Jh. sehr teuer und das wichtigste Süßungsmittel war.
Honig gehörte früher nicht zu den alltäglichen Lebensmitteln in den einfachen Haushalten.
Das gleiche traf ebenfalls, auf den Zucker zu.
Erst die Herstellung von Rübenzucker änderte das.
1801 wurde in Schlesien die erste Zuckerfabrik eröffnet.
Bis dahin kam klarer Zucker aus dem Mittelmeerraum.
Dort baute man im Mittelalter Zuckerrohr an.
Dieses wertvolle Gut konnten die Görlitzer nur beim Apotheker erwerben.
Als Spezialität bot er auch kandierte Früchte an.
Am Ende eines herausragenden Mahles wurden sogenannte Comfits gereicht.
Das waren Gewürzsamen mit Zuckerguss.
Die teuren Zuckerdosen aus böhmischem Glas spiegelten die Wertschätzung für Zucker noch zu Beginn des 19. Jh. wider.
Erst ab der Mitte des 19. Jh. wird Zucker für die breite Masse der Bevölkerung erschwinglich.

Warum Demokratie? Eine Ausstellung liefert Impulse

Wohin es führen kann, wenn wir die Demokratie nicht aktiv schützen, war 1933 in Deutschland schmerzlich zu spüren. Demokratie geht immer alle etwas an. Deswegen holten wir vom 8. bis 17. Januar 2024 die Wanderausstellung „Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen“ in die Aula unserer Schule.
Sechs Ausstellungstafeln, mehrere bedruckte Sitzwürfel und ein Medientisch boten grundlegende Erklärungen sowie vertiefende Hintergrundinformationen zur Demokratie und deren Gefährdung durch rechtsextreme Ideologie.
Ermöglicht und finanziert wurde die Aktion durch das Landesbüro Sachsen der Friedrich-Ebert-Stiftung.

von Sylvia Wackernagel, Lehrerin für Deutsch und Englisch

Alle Neune für die 9c!

Nach Traktorenparade und Busverspätung bei frostigen Temperaturen gelangten wir am 8. Januar doch noch glücklich zu unserem Wandertagsziel – der Kegelbahn „Gut Holz“ in Ludwigsdorf. Herr Gröschke wusste alle mit seiner humorvollen Art zu begeistern und so verging die Zeit bei sportlichem Wettstreit auf drei Bahnen wie im Fluge. Beim Pyramiden- und Schnapszahlkegeln entwickelten einige besonders großen Ehrgeiz, aber als Verlierer musste sich am Ende niemand fühlen.

Über den Tellerrand geschaut …

Berufsorientierung und die Vorbereitung der Schüler und Schülerinnen auf die Ausbildung nach Abschluss der 9. oder 10. Klasse haben schon immer einen hohen Stellenwert an unserer Schule. Dazu gibt es seit langem ab der 7. Klasse unterschiedliche Projekte, die Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Kooperationspartnern und Institutionen, „Handwerker-Meile“ und die „Straße der beruflichen Möglichkeiten“, Praktikas oder die Teilnahme bei „Schau rein…“, um nur einige Aktivitäten zu nennen…
Unter dem Aspekt, weitere Ideen und Anregungen für diesen wichtigen Bereich zu sammeln und den eigenen Erfahrungshorizont zu erweitern, hatten 4 Mitglieder der AG Beruf vom 22.-23. Januar die Möglichkeit, die Grüne Woche in Berlin zu besuchen.
Dass es in diesem Jahr erstmalig den „Young Generation Hub“, den Testmarkt für die Berufswahl, gab, war dabei natürlich besonders interessant. Aus den Bereichen Ernährung, Landwirtschaft, Garten, Hotellerie und Gastronomie, Bau, Klima und angrenzenden Bereichen wurden Berufe und Ausbildungswege sowie Praktikumsplätze von Firmen und Azubis präsentiert. Interaktion und das Erleben der Berufe standen dabei im Mittelpunkt. Zielgruppe waren Schüler ab Klassenstufe 8. Darüber hinaus gab es viele Angebote aus den Bereichen Forst und Holz, Land- und Ernährungswirtschaft, Tierhaltung, Gesundheit und Umwelt zu entdecken und auszuprobieren. Leicht kam man mit unterschiedlichen Anbietern ins Gespräch, unter anderem fanden wir einen Ansprechpartner für grüne Berufe in der „Sachsen“-Halle, der möglicherweise weitere Anknüpfungspunkte für unsere AG Beruf bzw. unsere Schüler und Schülerinnen im Landkreis Görlitz bieten könnte.
Fazit:
Sowohl für uns als AG Beruf, Lehrer und Lehrerinnen als auch die Schülerschaft liefert die Grüne Woche zahlreiche interessante Impulse, Anregungen und Aktivitäten zu aktuellen Themen der Berufsorientierung. Im Rahmen einer mehrtägigen Klassenfahrt oder Exkursion nach Berlin im passenden Zeitraum könnte gut und gern das Klassenzimmer gegen praxisnahen Unterricht eingetauscht werden.

AG Beruf